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Branchenklima Kosmetik 2016

 
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mf
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 2343

BeitragVerfasst am: Fr 30 Sep, 2016 12:42    Titel: Branchenklima Kosmetik 2016 Antworten mit Zitat

Eigenmarken im Fokus:
Kosmetikhandel und Hersteller sehen sich zur Jahresmitte 2016 mit vielfältigen Herausforderungen
konfrontiert.
Dabei entpuppt sich die weiterhin gute wirtschaftliche Lage als Segen und Fluch zugleich.
Soliden Umsatzzahlen stehen spürbare Veränderungen im Markt und vielfältigen Herausforderungen
entgegen.

Anfang August hatte das
Institut der Deutschen Kosmetikwirtschaft und der Handelsverband Kosmetik
die Unternehmen der Branche zur Branchenkonjunkturumfrage 2016
eingeladen.
Nun liegen die ersten Ergebnisse vor. Eigenmarken werden für die Branche zunehmen
zum bestimmenden Thema.

Einzelhandel und Hersteller häufigste Gruppen.
Über 50 Prozent der befragten Unternehmen stammen, nach eigenen Angaben, aus dem
Bereich des Einzelhandels, dicht gefolgt von den Lieferanten, die mit geringem Abstand
die zweitgrößte Gruppe ausmacht.

Branchenklima Kosmetik 2016 – Positive Erwartungen
Gefragt nach der wirtschaftlichen Lage in Deutschland zur Jahresmitte 2016 dominieren
ganz eindeutig die positiven Einschätzungen.

Die Wirtschaftslage der Branche wird nicht ganz so positiv reflektiert wie im Vorjahr,
dennoch bewerte über 90 Prozent der Befragten die aktuelle Lage als gut oder zumindest
durchschnittlich.
Im Branchendurchschnitt konnten die befragten Unternehmen beim Umsatz gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent) zulegen. Für die zweite Jahres-
hälfte wird ebenfalls eine Umsatzentwicklung von rund 4 Prozent (Vorjahr: 3 Prozent) er-
wartet.

Kundenfrequenz enttäuscht auch 2016
Weniger positiv wird die aktuelle Entwicklung der Kundenfrequenz eingeschätzt. Zwar sehen
immer noch ein Viertel (Vorjahr: ein Drittel) der Befragten eine sehr gute bis gute Entwicklung,
deutlich mehr Unternehmen beurteilen die Entwicklung der Kunden- frequenz jedoch schlechter
als im Vorjahreszeitraum, die Mehrzahl spricht jedoch weiterhin von einer durchschnittlichen
Entwicklung.

Sortimentsbereiche differenziertes Bild
Betrachtet man die unterschiedlichen Sortimentsbereiche dominieren durchschnittliche Bewer-
tungen mit partiellen Ausbrüchen nach oben und unten.

Dekorative und Pflege im Plus – Naturkosmetik stabil
Zu den Gewinnern unter den Sortimentsbereichen scheinen vor allem die Dekorative Kosmetik
und die Gesichtspflege (Vorjahr: Natur- und Sonnenkosmetik) zu zählen.

Über alle Bereich hinweg gewinnen dabei vor allem die Eigenmarken. Ihre Entwicklung wird von
über 90% der Teilnehmer aus dem Handel mit gut oder sehr gut bewertet

Auch der Bereich der Dienstleistungen entwickelt sich, nach wie vor, sehr positiv.

Sonnenpflege – Wetter mit großem Einfluss
Während für die durchschnittliche Entwicklung der Sonnenpflege vor allem die Wetterlage ver-
antwortlich ist, scheint sich mit den guten Zahlen für die Dekorative Kosmetik ein schon länger
anhaltender Trend, besonders im Drogeriesegment, zu manifestieren.

Gute Bewertungen erhalten auch Haut- und Körperpflege sowie, mit etwas Abstand, die Naturkosmetik.

Mundpflege: weniger Dynamik

Mit weniger guten Zahlen können:
Mundpflege, Rasier- und Enthaarungs-produkte, Deos, Badekosmetik und Seifen aufwarten.
Hier scheint sich der Trend zu Premium Mundpflegeprodukten abzu- schwächen.

Parfums, Accessoires, Haarpflege und OTC- und Herren Produkte landen im oberen Mittelfeld.

Unteres Preissegment überraschend stark
Im Bereich der Preispositionierung ist eine Umkehr der Vorjahrestendenz zu beobachten:
Die schlechtesten Beurteilungen erhält in diesem Jahr das obere (Vorjahr: untere) Preissegment.
Scheinbar ist der Bereinigungsprozess im unteren Preissegment mit häufig schlecht profilierten
Marken und Produkten inzwischen vorangekommen. Im Mittelfeld mit Tendenz nach oben,
bewegen sich die mittleren Preislagen.
Die positivsten Beurteilungen erhält ganz eindeutig das untere Preissegment.

Branche erwartet höhere Preise
Es scheint daher kaum erstaunlich, dass die Branche, sowohl im Einkauf als auch auf
Kundenseite, überwiegend mit steigenden Preisen rechnet. Allerdings steigt auch die
Anzahl derjenigen, die mit fallenden Preisen rechnen. Nach unserer Auffassung ist es
daher sinnvoll, die Einschätzung vor dem Hintergrund der aktuellen Preisaktivitäten im
Markt sehr genau zu hinterfragen.

Mehr Investitionen und Personal
Die gute Nachricht vorweg:
Fast 40 Prozent der befragten Unternehmen planen Neueinstellungen. Allerdings sind
in geringem Umfang auch Entlassungen geplant. Mehr als die Hälfte der Befragten rechnet
mit einer stabilen Entwicklung der Beschäftigung. Der bei weitem größte Teil der Unternehmen
hat darüber hinaus bereits in Um- bzw. Ausbauten investiert oder plant dieses für die zweite
Jahreshälfte.

Herausforderungen: Zwei Seiten einer Medaille
Die Branche sieht eine Fülle neuer Herausforderungen auf sich zukommen.

Am häufigsten werden Personalentwicklung und Mitarbeitersuche genannt, dicht gefolgt von
Internet und Multichannel-Themen.


[Text/ BVP/IDKW]
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